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Sativa vs. Indica: Welche ist die richtige Cannabissorte für dich?

Aktualisiert: 23. Juni

Wer beim Kauf von Cannabis bewusst auf die Sorte achtet, stößt in der Regel auf die zwei Hauptarten der Cannabispflanze: Sativa und Indica. Beide Sorten unterscheiden sich in ihrer körperlichen und geistigen Wirkung auf den Konsumenten. Nicht zu vergessen sind die Hybride, die heute immer stärker das Angebot in den Cannabis-Shops dominieren. In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige, um genau die richtige Sorte für deine Bedürfnisse zu wählen.



Unterschiede Wirkungen Cannabissorten Sativa und Indica


Untersorten von Cannabis

Leider nur wenige Konsumenten haben das Glück, beim Kauf von Cannabisblüten zwischen mehreren Optionen wählen zu können. Doch wer schon mal in einem niederländischen Coffeeshop vor der Verkaufstafel stand, kennt sicherlich das Problem: Die Qual der Wahl zwischen dutzenden Sorten, jede auf ihre eigene Art verlockend. Neben das Klassiker wie Amnesie Haze, White Widow oder OG Kush findet man auch immer wieder Sorten, die man vorher noch nie gehört hat.


In der Regel wird bei allen Sorten angegeben, ob es sich um Indica, Sativa oder Hybride handelt. Das kann dir helfen, zumindest eine grobe Orientierung über die Wirkungsweise der entsprechenden Sorte zu geben. Sativa wird eine anregende und geistige Wirkung zugeschrieben, während Indica eher zur Entspannung und Schmerzlinderung angewendet wird. Hybride kombinieren das Beste aus beiden Welten. Die genauen Unterschiede erfährst du im folgenden Abschnitt.



Unterschiede Indica vs. Sativa

Indica und Sativa sind die zwei Hauptarten der Cannabispflanze, die verschiedene Eigenschaften aufweisen. Hier sind die Hauptunterschiede zwischen den beiden Sorten:


Wirkung auf den Körper:

Cannabis sativa: Sativa-Sorten werden oft als anregend, energetisch und kreativ beschrieben. Die Wirkung ist eher zerebral (geistig, im Kopf) und kann dazu führen, dass Benutzer sich aktiver und motivierter fühlen. Bei diesen Sorten kommt es eher zu Lachanfällen und kreativen Ideen.


Cannabis indica: Indica-Sorten neigen dazu, eine entspannende, beruhigende Wirkung zu haben. Sie wirken eher auf den Körper und können helfen, Muskelverspannungen zu lösen oder den Schlaf zu fördern.



Wuchsform und Aussehen:

Cannabis sativa: Diese Pflanzen sind in der Regel größer und schlanker mit dünnen Blättern. Sie können Höhen von bis zu 4-5 Metern erreichen und haben oft einen geringeren Ertrag an Blüten, jedoch mit einem höheren THC-Gehalt.


Cannabis indica: Indica-Pflanzen sind im Allgemeinen kleiner und buschiger mit breiteren Blättern. Sie erreichen normalerweise Höhen von 1-2 Metern und produzieren dichtere, schwerere Blüten mit einem höheren CBD-Gehalt.



Cannabinoid-Zusammensetzung:

Cannabis sativa: Sativa-Sorten haben oft einen höheren THC-Gehalt (Tetrahydrocannabinol), dem psychoaktiven Cannabinoid, das für das "High" verantwortlich ist. Der CBD-Gehalt (Cannabidiol) ist in der Regel niedriger.


Cannabis indica: Indica-Sorten neigen dazu, höhere CBD-Gehalte und niedrigere THC-Gehalte zu haben. CBD hat entzündungshemmende und entspannende Eigenschaften, ohne die psychoaktiven Wirkungen von THC.



Anwendungsbereiche:

Cannabis sativa: Aufgrund der anregenden Wirkung werden Sativa-Sorten oft tagsüber verwendet. Sie können für kreative Aktivitäten, soziale Interaktionen oder zur Steigerung der Energie verwendet werden.


Cannabis indica: Indica-Sorten werden oft abends oder vor dem Schlafengehen verwendet, um zu entspannen, Stress abzubauen und den Schlaf zu fördern. In der medizinischen Anwendung dominieren die Sorten mit hohen CBD-Gehalt aufgrund dessen schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung.


Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirkungen von Person zu Person stark variieren können, da sie von verschiedenen Faktoren wie der individuellen Toleranz, der Menge und dem Cannabinoidgehalt der entsprechenden Sorte beeinflusst werden. Auch sind viele der Cannabis-Sorten heutzutage Hybride, die Eigenschaften von sowohl Sativa als auch Indica enthalten können. Modernen Züchtungstechniken und Kreuzungen haben zu einer Vielzahl von Hybriden geführt, die Eigenschaften beider Arten aufweisen können. Zudem zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass die traditionelle Unterscheidung zwischen Sativa und Indica nicht immer die tatsächlichen chemischen Profile der Pflanzen widerspiegelt.


Heutzutage konzentrieren sich Verbraucher und Kenner mehr auf das Cannabinoidprofil und das Terpenprofil einer bestimmten Sorte, da diese einen stärkeren Einfluss auf die Wirkung haben können als die Klassifizierung in Sativa oder Indica. Zum Beispiel kann eine Pflanze, die als Indica klassifiziert wird, tatsächlich ein hohen THC- und niedrigen CBD-Gehalt aufweisen, was traditionell nicht mit Indica in Verbindung gebracht wird.




Welche Sorte ist also die richtige für dich?

Die Wahl der richtigen Sorte hängt überwiegend von deinen persönlichen Bedürfnissen ab. Dir sollte also vorher klar sein, welche Wirkung du dir wünschst oder zu welchen Anlässen du Cannabis konsumierst. Da Sativa energetisierend wirkt ist es beispielsweise besser für tagsüber geeignet oder wenn du mit Freunden draußen unterwegs bist. Indica hingegen ist aufgrund seiner entspannenden Wirkung eher für Abends geeignet, zum Film gucken oder zur Meditation.


Pauschal lässt sich die Frage dennoch nicht beantworten. Wie oben beschrieben ist die Unterscheidung zwischen den beiden Sorten nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Wenn du die Möglichkeit hast, dein Cannabis bei professionellen Anbietern zu kaufen, ist es besser du guckst auf die THC-/-CBD-Profile der entsprechenden Sorten. Und wie bei fast allen Sachen gilt: probieren, prorbieren, probieren. Erst wenn du deine eigenen Erfahrungen in der großen Palette der Cannabissorten gesammelt hast, wirst du sagen können welche Sorten dir gefallen und welche nicht.




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